Vor der Kamera entspannen und fotogen sein

Ich schreibe auf meiner Webseite ja, dass man, um fotogen zu sein, hauptsächlich entspannt sein muss, d.h., die Kamera vergessen sollte. Aber wie genau stellt man das an?

Es ist eigentlich gar nicht so schwer, ganz wichtig ist, sich gedanklich nicht auf die Kamera zu konzentrieren oder auf all die Dinge, die man "falsch" machen könnte - und auch nicht darauf, wie das Bild/die Bilder hinterher wohl aussehen wird/werden. All das führt zu verkrampften, unnatürlichen Bildern was den Gesichtsausdruck angeht, da diese Gedanken Stress-basiert sind und dieser Stress sich automatisch im Gesicht zeigt.

Stattdessen sollte man an etwas anderes denken, z.B. an:

- Etwas Schönes (zum Beispiel Urlaub), wenn man ein sympathisches und natürliches Lächeln erzeugen will

- Etwas Nachdenkliches (zum Beispiel ein Thema, das einen gerade bewegt), wenn man nachdenklich aussehen möchte
- Etwas Lustiges (zum Beispiel eine lustige Situation), wenn man ungehemmt lachend dargestellt werden möchte
- Und so weiter - je nachdem, was man im Foto rüberbringen möchte

Auch die "Ich-Form" der Gedanken funktioniert gut: "Ich bin entspannt", "Ich bin zufrieden", "Ich bin interessant", "Ich bin sexy",  usw. funktionieren z.B. alle, um den jeweils dazu passenden Gesichtsausdruck zu erzeugen. Dazu muss man von den Aussagen innerlich noch nicht mal wirklich überzeugt sein - solange man es "mit Überzeugung" denkt, tritt der passende Ausdruck aufs Gesicht, da können wir als Menschen gar nicht anders.

Hilfe von außen (vom Fotografen, egal ob vom Hobby- oder Profifotografen) kann vor allem anfänglich von Bedeutung sein, aber es geht auch ohne diese Hilfe. Solange man sich tatsächlich auf das Denken von Gedanken einlassen kann, die nichts mit dem Fotografiert-Werden zu tun haben, wird der entsprechende Ausdruck auf dem Gesicht zu sehen sein :).