Warum sind viele vom Fotografiert-werden gestresst? Und was kann man tun?

In meinem heutigen Blogeintrag beschäftige ich mich nochmal mit dem Thema wie man auf Fotos "besser aussieht" bzw. "fotogen ist/wird". In meinem Eintrag "Auf Schnappschüssen besser aussehen" hatte ich das Thema vor ein paar Tagen ja schon angeschnitten; heute beleuchte ich es ein bisschen mehr im Detail.

Für Menschen ist ihr eigenes Abbild sehr wichtig und wenn wir in den Spiegel schauen, prüfen wir meist, ob wir mit dem, was wir sehen, zufrieden sind. In den meisten Fällen sind wir das und haben ein weitgehend positives Selbstbild. Dann aber werden wir fotografiert, und wie wir später auf den Fotos aussehen entspricht oft nicht diesem Selbstbild. Das wiederum führt dazu, dass wir uns beim nächsten Fotografiert-werden verkrampfen.  Was zur nächsten Erfahrung von "ich sehe wieder so komisch aus auf den Fotos" führt. Und so weiter und so fort. Wie fängt das Ganze an?

Um ehrlich zu sein, schwer zu sagen. Es könnte erlerntes Verhalten sein, dass wir als Kinder vielleicht unsere Eltern oder älteren Geschwister beobachtet haben, wie diese vor der Kamera zurückgeschreckt sind (wenn sie das tun, muss es doch einen Grund haben!), oder es ist, weil irgendwann für die meisten einfach der Punkt kommt, zu dem es sich unangenehm anfühlt, so genau "beobachtet" oder angeschaut zu werden (vielleicht weil wir es selbst tun (uns genau beobachten) und oftmals mit Details ziemlich hart ins Gericht gehen, die andere gar nicht wahrnehmen), vielleicht sind wir auch einfach oft zum falschen Zeitpunkt fotografiert worden (beim Essen oder Reden, z.B. - da sieht auf einem Foto niemand gut aus ;-)). Möglicherweise ist es ein Zusammenspiel verschiedener Dinge, die zu unserer häufigen Abneigung gegen das Fotografiert-werden geführt hat. Egal wie, Tatsache ist, dass wir uns oft auf Fotos nicht gefallen und somit sind wir gestresst, wenn wir fotografiert werden.

Was tun?

Eigentlich einfach, aber doch nicht so leicht: Versucht Wege zu finden, Euch beim Fotografiert-werden zu entspannen! Denkt z.B. an was anderes, oder stellt Euch vor, wie gerne Ihr die Person mögt, die Euch fotografiert und lächelt sie an (auch wenn für den Augenblick das Gesicht der Person nicht zu sehen ist, denkt dran, die Person sieht Euch durchaus - durch die Kamera!). Blödelt kurz herum. Erzählt noch schnell einen Witz. Alles, was Euch a) zum Lachen/Lácheln bringt und b) Euch vom Fotografiert-werden ablenkt, hilft!

Einfach mal ausprobieren :-).

(die) FOTOinitiative, Augustaanlage 57, 68159 Mannheim | Fotografin: Jaytee Van Stean